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Magento Extensions

Mikroformate oder (engl.) Microformats sind einfache und für den Nutzer zunächst unsichtbare Design-Muster (Markups), basierend auf den existierenden Standards von HTML sowie CSS und lassen sich dem WEB 2.0 zuordnen. Die eigentliche Bedeutung oder Stärke von Mikroformaten wird deutlich, wenn virtuelle User-Agents wie z.B. Suchmaschinenagenten, Spider, Crawler oder der Googlebot, einen Content mit Mikroformaten entdeckt. Denn nur maschinelle Agenten extrahieren die Mikroformat-Daten-Muster und stellen dem Content, und damit den Nutzer von Content, ein erweitertes Anwendungsspektrum mit einer unendlichen Anzahl von Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Struktur einer Website wird mit Mikroformaten mit semantischen Informationen angereichert, diese Informationen lassen sich relativ einfach an folgendem Beispiel erläutern:

Herr Peter Müller hat ein Produkt, z.B. ein I-Phone, in einem Online-Shop gekauft und findet dieses absolut super, er ist begeistert und überzeugt. Aufgrund dieser hohen Zufriedenheit gibt Herr Müller bei der Produktbewertung 5 Sterne oder Bewertungspunkte, also die höchste Auszeichnung. Die ganze Bewertung macht er im Idealfall mit seinem Namen, dem Datum und eventuell mit einem Kommentar über das zu bewertende Produkt I-Phone. Diese weiteren Informationen geben dem Produkt und damit anderen interessierten Kunden weitere relevante Information, die z.B. einen Kaufentscheidungsprozess beeinflussen können. Diese weiteren semantischen Informationen sind in unserem Beispiel:

  • Dass überhaupt eine Bewertung zu einem Produkt vorliegt,
  • die Qualität der Bewertung über das Produkt, also die höchste Bewertung
  • wie alt bzw. wann diese Bewertung gemacht wurde
  • und wer die Bewertung verfasst hat.

Insbesondere bei Produkten, die nicht standardisiert sind, wie z.B. bei modischen, neuen und sehr teuren Produkten, bekommen diese semantische Informationen eine stärkere Gewichtung.

Stärke von Mikroformaten

Die eigentliche Stärke von Mikroformaten liegt in der Maschinenlesbarkeit, denn nur maschinelle Agenten wie z.B. der Googlebot extrahieren die Mikroformat-Daten-Muster. Wenn virtuelle User-Agents einen Content mit Mikroformaten entdecken, so kann dieser Content durch Mikroformate besser semantisch interpretiert werden. Warum also ist es wichtig, dass nur Computer oder virtuelle Agenten diese Daten-Muster verstehen? Eine Suchmaschine durchsucht das Internet nach relevanten Inhalten und erstellt ein Inhaltsverzeichnis der gefundenen Informationen und gibt diese als Suchergebnisliste (SERP) aus. Ein virtueller Agent kann keine kognitive Überprüfung der Daten vornehmen, er versteht vielleicht die Auszeichnung des Content, also ob Absätze mit Überschriften ausgezeichnet sind und dass in Überschriften wichtige Keywords enthalten sind, jedoch mehr nicht. Es können nur die Daten des Contents identifiziert und normalisiert werden, der eigentliche Inhalt einer Website, auch das Design oder welche Bilder verwendet werden ist dabei völlig unwichtig. Jedoch durch die Anreicherung des Contents mit Mikroformaten, wird dem virtuellen Agenten geholfen, den Content besser zu identifizieren und semantisch zuzuordnen, also ein win-win-win Situation für Contentbetreiber, virtuellen Agenten und letztendlich dem Informationssuchenden.

Die Suche und die Ergebnisse nach einem Produkt, erscheinen mit dem Einsatz von Mikroformaten wertvoller (rich) und relevanter. Suchergebnisse erhalten weitere semantische Informationen, wie z.B. das Suchergebnis nach ein I-phone, das schon einmal bewertet wurde, welche durchschnittliche Bewertung und wieviele Beurteilung vorliegen, wie in der Abbildung oben dargestellt. Da solche Informationen während eines Kaufentscheidungsprozesses sehr wichtig sein können, wird dadurch die empfundene Relevanz für das entprechende Suchergebnisses erhöht. Für den Bereich der kommerziellen Online-Vermarktung sind diese weiteren semantische Informationen innerhalb eines Suchergebnisses äußerst hilfreich und können bei richtiger Anwendung das Klickmotiv steigern. Nach dem Anreichern des Content mit Mikroformaten, werden für den Nutzer bei der Ausgabe eines Suchergebnis weitere Informationen angezeigt und im vorangegangenen Beispiel mit Hr. Peter Müller, kann nun mit dem Mikroformat “hreview” für die Bewertung des Produktes, mit “hCard” für Personen und “fn” für den Namen der Person, exakt Peter Müller als Person und das entsprechende Produkt semantisch ausgezeichnet werden.

Google Rich Snippets

Es gibt viele unterschiedliche Mikroformate zur Anreicherung von Content mit semantischen Informationen. Google Rich Snippets beschreiben ein mit weiteren semantischen Informationen angereichertes Suchergebnis innerhalb der Suchergebnis-Ausgabe, d.h. die Beschreibungstexte (Snippets) einer Suchergebnisseite (SERP engl. Search Engine Result Page) werden wertvoller (engl. rich), daher die Namensgebung Google Rich Snippets.

Google unterstützt diese Mikroformate, wobei zur Darstellung im Suchergebnis das “hreview” (Beurteilung und Bewertung von Produkten) wichtig ist und sowohl als Einzelbeurteilung und auch als aggregierte Beurteilung (verschachtelt) verwendet werden kann.

Die Agentur YOUWANT Communication GmbH in Stuttgart hat im Auftrag der WMF AG in Geislingen das Internetportal “geschenk-shopping24.de” im November 2009 online gestellt. Der Webshop wurde mit der OpenSource Shopsoftware Magentocommere entwickelt. geschenk-shopping24.de ist ein Life-Style Geschenke Portal mit hochwertigen Marken wie z.B. WMF, Silit, menu, Swarovski oder cusineart.

Möchten Sie sehen wie das Geschenke-Portal umgesetzt worden ist? Hier kommen Sie direkt zu geschenk-shopping24.de dem Geschenke-Shop mit Magento.

Google unterstützt ein neues Feature mit dem Namen “PubSubHubbub” und stellt damit für den Arbeitsbereich SEO ein äußerst hilfreiches Tool zur Veröffentlichung von Content zur Verfügung.

“PubSubHubbub” ist sozusagen eine Erweiterung der Feeddienste Atom und RSS Feeds, arbeitet jedoch einfach ausgedrückt in umgekehrter Richtung. Das bedeutet, der Autor der Nachricht gibt den Anstoß um auf neuen oder veränderter Content hinzuweisen und überlässt es nicht der automatischen Routine des Newsreaders den Content auf Veränderungen zu überprüfen. Das Publizieren von Content bekommt damit aus der Sichtweise von SEO eine neue Dimension dazu, das aktive Anmelden des erstellten oder geänderten Content in Echtzeit – und das in diesem Fall in Google, die dieses Protokoll unterstützen.

Nachdem also Content erstellt ist und sofern die Content-Struktur und Server “PubSubHubbub-fähig” ist, wird bei der Veröffentlichung mittels eines Ping eine Mitteilung über die Veröffentlichung an Google gesendet. Das bedeutet, der Publizist einer Nachricht kann nun selbst aktiv den Eintrag einer Nachricht oder die Aktualisierung einer bestehenden Nachricht Google mitteilen. Im Gegensatz zu Atom oder RSS Feed bekommt der Abonnent des Feed/Content die tatsächliche Änderung, also den Inhalt des Content (Fat Ping) mitgeteilt und nicht nur die Info, dass eine neue Nachricht vorliegt.

Mit “PubSubHubbub” wird dem Autor von Content ein ideales SEO-Tool zur Verfügung gestellt, mit diesem er in Echtzeit seinen Content an Google übermitteln kann – passives Warten auf den Newsreader, Googlebot oder Umwege über Twitter sind mit “PubSubHubbub” Vergangenheit geworden. Ein Newsreader z.B. muss die Informationen also nicht mehr zu einer bestimmten Zeit abrufen (pollen), sondern die Informationen werden an ihn nach dem Aal-Prinzip (Andere arbeiten lassen), in diesem Fall der Autor des Contents, gepusht. Ist der Ping ausgelöst, folgt Google direkt dieser (ihrer) “Einladung” und sofern alles richtig “PubSubHubbub-fähig” ausgestattet ist, verteilt er die Nachricht in die entsprechenden Kanäle sprich Abonnenten.

Folgende Dienste unterstützten derzeit das “PubSubHubbub” Protokoll:

  • Google Reader
  • Friendsfeed
  • Blogspot
  • LiveJournal
  • Feedburner
  • WordPress.org

“PubSubHubbub” stellt somit eine Win-Win-Situation dar, sowohl für den Publizisten als auch für Google und damit dem Empfänger oder Abonnement des Content. Mit der Unterstützung des Protokolls wird ein großen Schritt in Geschwindigkeit und Interaktion gemacht und Google kommt damit dem Ziel einer Realtime-Suchmaschine näher. Mit “PubSubHubbub” wird für den Nutzer und damit auch aus SEO-Sicht ein sehr hohes Potential zur Verfügung gestellt und ermöglicht in Echtzeit zu kommuninzieren. Für die Zukunft ergeben sich für “PubSubHubbub” noch ungeahnte Möglichkeiten des Nachrichtenaustauschs innerhalb Social Media, Social Shopping und SEO.

Social Media Informationen sind in Echtzeit

Social Media Communities wie Facebook oder Twitter haben es bereits vorgemacht und eine schnelle Verbreitung von Inhalten war vor “PubSubHubbub” in der Regel nur über diesen Umweg möglich, denn jede publizierte Nachricht wird automatisch und in Echtzeit als Statusmeldung bei allen registrierten Benutzern angezeigt und damit wurde das RSS Feed infrage gestellt. Im Gegensatz zu Twitter arbeitet “PubSubHubbub” nicht nur auf einem Hub (Server), sondern dezentral mit vielen Hubs.

Was ist “PubSubHubbub” und wie funktioniertet es?

Zunächst muss erwähnt werden, dass “PubSubHubbub” kein Service von Google ist, sondern ein Internetprotokoll das Google unterstützt. Der Name des simplen Protokolls “PubSubHubbub” setzt sich aus den Begriffen pubsub (publish/subscribe und Hub gleich Netzwerkknoten) zusammen und beschreibt ein offenes, dezentrales und für jeden verwendbares Internetprotokoll, das bei Goolge auf der Basis von Googles App-Engine läuft.

Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein das “PubSubHubbub” Protokoll verwenden zu können? Sie müssen die Dienste (Hubs) ansprechen können, bei z.B. WordPress muss nur ein Plugin installiert werden und die Feeds sind entsprechend ausgestattet, ansonsten wird im nachfolgendem Beispiel dargestellt wie innerhalb des HTML Head 2 Hubs Google und Superfeedr implementiert werden:

<head>
.....
<link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com" />
<link rel="hub" href="http://superfeedr.com/hubbub" />
.....
</head>

Das Protokoll arbeitet auf der Basis von Web Hooks und damit mit der HTTP Syntax. Content der “PubSubHubbub” fähig ist, enthalten ein Link zu einem Hub oder mehreren Hubs (wie oben dargestellt), an den sie Content & Content-Aktualisierungen in Echtzeit übertragen können. Aus einem passiven Feed, der bisher nur aktiv von Subscriber (Feed-Abonnenten) via Atom oder RSS Feed abonniert wurde, wird mit “PubSubHubbub” ein aktiver Web-Hooks-basierter Ping an den Hub erzeugt, in diesem Fall sind das die Hub Server von Google. Das Web Hooks Verfahren ist ein simpler HTTP callback, einfach ausgedrückt bedeutet das, wenn eine Nachricht erzeugt wird, wenn also etwas geschieht, wird eine einfache Ereignis-Benachrichtigung per HTTP POST ausgeführt, das kann z.B. eine E-Mail sein oder eine Datensynchronisation auf einem anderen Server/Anwendung auslösen. Nach der Übertragung des Ereignis-Pings übernehmen die Hubs dann sekundenschnell die weiteren Aufgaben und verteilen diese entsprechend der Kategorie und Inhalte in die entsprechenden Kanäle. Der jeweilige Hub mit seinen Abonnenten, die den Content abonniert haben, werden in Echtzeit über über die gemachten Veränderungen mittels Fat Ping informiert.

Mehr Informationen zum Web-Hooks Verfahren finden Sie hier: Web Hooks Homepage.

Zur Ergänzung und weiteren Erklärung, hier ein tolles und sehr plakatives Video der Google Entwickler zum Thema “PubSubHubbub”: